Corona: Lessons learned und wie geht’s weiter?

Mittlerweile ist es nur noch NRW, wo Tätowieren wirklich einfach zu gefährlich ist. Naja, kann auch nicht mehr lange dauern. Zeit, einmal ein kleines Corona-Resümee zu ziehen. Nein, nicht mit dem großen Blick über alles, das überlasse ich anderen, sondern mit Blick auf unser Studio Into The Light.

Feste Platzmietverträge haben das Studio getragen

In einem sehr frühen Infoletter hatten wir einmal ein etwas anderes Platzmietmodell der festen Platzmiete vorgestellt. Unsere resident Artists arbeiten auf Basis einer solchen festen Platzmiete, die – wie jede normale Miete – auch fällig wurde während des Lockdowns.

Dies hatte zwei äußerst positive Effekte:

  1. Die laufenden Kosten des Studios waren voll gedeckt. Wir konnten sogar unsere Reinigungskraft (Minijob) durchgehend weiterbezahlen.
  2. Alle resident Artists konnten die Miete als laufende Betriebskosten bei der Soforthilfe angeben und erhielten so den Maximalbetrag.

Platt gesagt konnten wir mit der festen Platzmiete die Kosten des Studios auf mehrere Soforthilfe-Zahlungen verteilen und so die Obergrenze umgehen. Völlig legal.

Diese Platzmietverträge sind übrigens Bestandteil unseres Sorglospaketes Verträge.

Nach dem Lockdown war breite Kommunikation wichtig

Nicht genug, dass jedes Bundesland unterschiedlich mit dem Unlock umgegangen ist, bei uns kamen noch unterschiedliche Regelungen der Nachbarländer Schweiz und Frankreich hinzu sowie die entsprechenden Grenzschließungen. Die Verwirrung war entsprechend groß. Daher haben wir unsere Kunden auf breiter Front über unsere Wiedereröffnung informiert:

  • Post auf Website, Facebook, Instagram
  • Newsletter an alle unsere Kunden
  • SMS an Kunden mit ausgefallenen Terminen durch Corona
  • Anrufe bei unseren Stammkunden

Denn uns war klar, dass nicht alle Kunden neue Termine machen können werden. Zum einen durch die geschlossenen Grenzen, zum anderen durch leere Geldbörsen (Umsatzeinbrüche, Kurzarbeit, Kündigungen, Pleiten). Um so wichtiger war es, möglichst viele Kunden kurzfristig zu erreichen.

Beim Restart schnell neu geplant – dank guter Instrumente

Wie in unserem letzten Infoletter „Corona: Tipps für den Restart“ bereits beschrieben, hatten wir mit kisscal ein optimales Instrument, alle betroffenen Kunden schnell und differenziert zu identifizieren, anzuschreiben und neue Termine zu planen. Wie wir dabei vorgegangen sind, findet ihr in dem entsprechenden Blog auf unserer Studio-Seite.

Die ganze Aktion hat uns für 5 Artists weniger als 1 Stunde gekostet. Anschließend nahmen wir lediglich Anrufe oder Emails entgegen für die konkreten Terminvereinbarungen, wobei die Hälfte der neuen Termine sogar ohne unser Dazutun gebucht werden konnten…Online.

Nicht die Zukunft, sondern die Gegenwart ist Online

Noch unmittelbar vor dem Corona Lockdown hatten wir eine Analyse zu unseren Online-Buchungen veröffentlicht unter dem Titel „Die Zukunft ist Online“. Mit Corona und den daraus resultierenden Einschränkungen sind wir definitiv in dieser Zukunft angekommen: Die Gegenwart ist Online!

Insb. die Tatsache, dass es keine Termine mehr ohne vorherige Anmeldung geben soll (selbst Besprechungen, Walk-Ins, Schmuckwechsel, …), macht Online-Termine fast schon zwingend, will man nicht in administrativer Arbeit versinken und bei der ganzen Aktion den Überblick behalten.

Entsprechend haben wir unsere Online-Termine komplett geöffnet, so dass Kunden nun wirklich alles auch bequem online buchen können: Besprechungstermine, Neue Tattoos, Wanna-Dos, Folgetermine, Touch-Up.

Das Geld wird knapper – es bleibt spannend

Was wir merken ist, dass es bereits jetzt den einen oder anderen Kunden gibt, der aufgrund der finanziellen Folgen durch den Lockdown (Kurzarbeit, Umsatzeinbrüche, Kündigung, …) bis auf weiteres auf sein Tattoo verzichten muss. Und diese Fälle werden die nächsten Monate noch zunehmen.

Gutschein-Aktionen helfen

Wir hatten hier bereits während des Corona-Lockdowns gegengesteuert und Gutscheinaktionen gestartet. Aktions-Gutscheine haben den Vorteil, dass man ihre Gültigkeit begrenzen kann auf z.B. ein halbes Jahr oder 3 Monate. Auf diese Weise kann man evtl. Löcher im Kalender (kein Geld, Grenze zu, zu heiß, …) gezielt füllen.

Uns ist bei solchen Gutscheinaktionen immer wichtig, dass sie nicht wie ein Ausverkauf wirken. Daher fordern wir die Teilnehmer in der Regel dazu auf kreativ bzw. aktiv zu werden. So werden die entsprechenden Posts in unserem Profil auch für unsere anderen Follower interessant.

Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not

Die ganze Geschichte hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, Rücklagen zu bilden. Denn solche Zwangs-Auszeiten geschehen nicht nur durch weltweite Epidemien, sondern auch durch ganz persönliche Schicksale (Krankheit, Unfall, Pflegefall in der Familie, …).

Uns im Into The Light hat es nun natürlich hart getroffen, da wir unsere Rücklagen gerade erst in unser neues Studio investiert haben. Glücklicher Weise haben uns die festen Platzmietverträge vor größeren finanziellen Einbußen bewahrt.

Also Kinners: Beim nächsten Goldrausch nicht gleich wieder alles verjubeln!

Euer
Corona: Lessons learned und wie geht’s weiter? - kisscal.tattoo

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