Ist Kund ein kreativer Akt, ein besonderer Blick auf die Dinge, handwerkliches Geschick oder das was andere für Kunst halten. Oder ist Kunst etwas von all dem? Ich denke, niemand in unserer Branche hat diesen Beruf ergriffen, ohne einen gewissen künstlerischen Anspruch an seine oder ihre Arbeit. Doch was genau ist Kunst?

Greifen wir die oben genannten Aspekte einmal auf:
- Sicherlich braucht Kunst ein geschultes Auge und die Fähigkeit, Dinge zu sehen, die anderen verborgen bleiben. Denn sonst wiederholt man sich nur.
- Und bevor die Kunst etwas darstellen kann, benötigt sie immer eine Idee, was sie darstellen soll. Dies ist der kreative Vorgang.
- Doch was ist eine Idee ohne die Fähigkeit, diese auch in irgendeiner Weise darzustellen? Hier kommt das handwerkliche Geschick ins Spiel.
Insofern beinhaltet Kunst all diese Aspekte und noch etwas sehr Wichtiges: Denn in unserer Branche gibt es die Kunst nur aufgrund der Menschen, die ihren Körper und Ihr Geld dafür zur Verfügung stellen.
Das sog. Auge des Betrachters ist also schlicht die Grundlage für alles: Ohne Kunden keine Kunst. Und dieses Auge des Betrachters ist nie objektiv, sondern sehr subjektiv, emotional, launisch und ungerecht.
Doch hier eröffnet sich ein ganz neues Feld der Kunst. Der Umgang mit dem Kunden, also mit Menschen, ist eine Kunst für sich. Dies kann plump und flach erfolgen oder eben sehr kreativ, feinfühlig, geschickt und individuell.
CRM ist eine Kunst
Niemand möchte ein Tattoo oder ein Piercing haben von einer Person, mit der man sich nicht wohl fühlt. Die Chemie muss stimmen, heißt es. Doch was genau ist diese Chemie und ist die einfach da oder wird die irgendwie „angerührt“ wie in einem Reagenzglas?
Fragt euch einfach mal, welche Eigenschaft eine Person haben sollte, damit ihr euch mit ihr oder ihm wohlfühlen könntet. Bzw. was wären klare No-Gos?
- Ghosten?
- Weiß nicht mehr, worüber ihr beim letzten Mal gesprochen habt?
- Euch warten lassen?
- Ihr müsst euch immer nach dem Anderen richten?
- Überheblich rüber kommen?
- …
Je mehr man das Gefühl hat, der/die Piercer*in oder Tätowierer*in sieht einen und hat echtes Interesse, desto wohler kann man sich fühlen. Natürlich gibt es auch immer das allgemeine Thema Sympathie, jedoch scheint es einige Punkte zu geben, die schlicht Grundvoraussetzung für eine gute Beziehung sind.
Diese Dinge zu erkennen, sowie die Ideen und Fähigkeiten, dies verlässlich umzusetzen und obendrein noch bei hunderten oder tausenden von Kunden aufrecht zu erhalten, das ist die Kunst des Kundenbeziehungsmanagements, dem CRM. Und angesichts der Tatsache, dass es ein Überangebot an guten Tätowierer*innen und Piercer*innen gibt, hat diese Kunst in den letzten Jahren massiv an Bedeutung gewonnen.
Automatisierung wertet diese Kunst nicht ab
Wenn man von seinem Friseur oder Finess-Studio zum Geburtstag einen netten Gruß erhält, weiß man, dass dies höchst wahrscheinlich eine automatische Nachricht ist. Dennoch hinterlässt dies einen positiven Eindruck. Denn auf der Anderen Seite scheint jemand zu sein, dem so etwas wichtig ist und der bereit ist, dafür Zeit und Geld zu investieren.
Wenn ihr bei eurem Arzt anruft, macht es einen Unterschied, ob ihr gefragt werdet: „Helfen Sie mir noch mal: was war ihr Problem?“ oder ob er oder sie bereits auf dem Laufenden ist und euch z.B. eure Blutwerte und das weitere Vorgehen nennen kann.
Erinnert man sich an euch? Wart ihr wichtig genug?
Kein Mensch erwartet, dass ein Arzt, ein Friseur, ein Handwerker etc. alle Namen, Geburtstage, Hintergründe und Kundenwünsche auswendig weiß. Aber man erwartet bzw. hofft, dass man nicht untergeht (und der Arzt wenigstens mal in die Akte geschaut hat – bzw. dass es überhaupt eine Akte gibt).
Gutes CRM schlägt den Wettbewerb
Was denkt ihr, wieviel Prozent der sog. Künstler, Kunsthandwerker, Dienstleister etc. in unserer Branche ihren Kunden, und zwar allen Kunden und immer, das Gefühl vermitteln: Ich sehe dich, ich kenne dich und ich vergesse dich nicht?
Das war natürlich eine rhetorische Frage.
Und nun stellt euch die Frage, wodurch setzt man sich derzeit vom völlig überlaufenden Wettbewerb mehr ab: Der noch softeren Schattierung, der noch krisperen Linie, den noch krasseren Kontrasten oder dem noch präziseren gesetzten Nasen-Stecker? Oder der Fähigkeit, dem Kunden genau dieses Gefühl zu geben: Ich sehe dich, ich kenne dich und ich vergesse dich nicht?
Auch das war eine rhetorische Frage.
Wir verstehen etwas von CRM
Wenn bei uns im Studio ein Kunde anruft, wird er oder sie mit Namen begrüßt und ich weiß eigentlich fast immer, worum es geht, noch bevor er oder sie die erste Frage gestellt hat. Doch eigentlich ruft kaum noch jemand an. Denn die Generation Z bleibt lieber anonym und nutzt 24/7 unser Portal für einfach alles: Anfragen, Terminbuchungen, Terminverschiebungen, Nachkontrollen, Gutscheine, Risikoaufklärung & Anamnese und alle anderen Fragen, die es so gibt: Kann man bei euch parken? Was kostet ein Tattoo? Wann habt ihr Termine frei? Wann ist der nächste Walk-In? Gibt es Erfrischungsgetränke während der Tattoo-Session? …
Niemand muss länger als 12 Stunden auf eine Antwort warten. Keine Anfrage wird vergessen und wir fassen jedes Angebot nach, wenn es keine Buchung gibt – natürlich ohne aufdringlich zu sein. Wir nehmen Rücksicht, wenn jemand aus gesundheitlichen Gründen einen Termin absagen muss, und erkundigen uns natürlich erst nach angemessener Zeit, ob es ihm oder ihr wieder besser geht. Jedes fertige Tattoo erhält eine Einladung zur Nachkontrolle. Und bei Kunde, die länger nicht da waren, erkundigen wir uns, ob alles ok ist.
Und es ist dabei vollkommen egal, wie viele Artists, Kunden, Anfragen, Projekte und Termine es gibt. Wir machen dies professionell, immer individuell, hoch effizient und automatisiert und damit extrem günstig.
Das ist aus unserer Sicht ebenfalls eine Kunst und genau das setzt uns vom Wettbewerb ab.
Euer
