Der Shop-Manager im Homeoffice

Tattoo-Ateliers liegen im Trend, auch bei den Kunden. Denn diese sehr persönliche Atmosphäre ohne Unterbrechungen hat schon was. Doch wie schafft man eine so ruhige und entspannte Atmosphäre in einem Studio mit 3, 4 oder mehr Arbeitsplätzen? Ganz einfach: Mit einem Shop-Manager im Homeoffice.

Corona hat das Onlinegeschäft massiv angekurbelt, auch im Tattoo- und vor allem im Piercing-Bereich. Immer mehr Termine werden über elektronische Kanäle vereinbart: Messenger, WhatsApp, Telefon, Email, Online-Buchung. Einfach vorbeikommen und hoffen, dass man nicht lange warten muss, ist out. Denn mal ehrlich: Wer wartet schon gerne?

Wir haben es ausprobiert

Wir im Into The Light haben diesen Trend für uns genutzt und diese Kommunikations-Kanäle aktiv ausgebaut und beworben (siehe “Termine kurzfristig hereinbekommen”), so dass mittlerweile ca. 3/4 der neuen Termine über diese Kanäle hereinkommen. Da bot es sich für uns geradezu an, diese Arbeiten ins Homeoffice unserer Thekenkraft zu verlagern.

Laptop, Handy, Rufumleitung, fertig. Persönliche Beratung dann Abends durch die Artists bzw. unseren Azubi, sowie Samstags durch unsere Shop-Managerin, die jetzt nur noch einmal pro Woche den lagen Weg zur Arbeit hat. Auf der Theke steht außerhalb der Beratungszeiten ein Schild mit einem entsprechenden Hinweis sowie eine Glocke. Kunden können weiterhin jederzeit ins Studio kommen (mittlerweile auch wieder unangemeldet), müssen dann aber evtl. Wartezeiten in Kauf nehmen, bis ein Artist eine Pause macht.

Die Erwartungen wurden übertroffen

Und was soll ich sagen: die Effekte sind durchweg positiv und haben unsere Erwartungen sogar übertroffen:

  • Besser Erreichbarkeit
    Für unsere Shop-Managerin ist es nun ein Leichtes, morgens schnell die Nachrichten auf evtl. Wichtiges zu scannen (Absagen, Ersatz für kurzfristige Ausfälle, Vorlagen für Entwürfe etc.). Entgangene Anrufe sind ebenfalls schnell gecheckt und ggf. zurückgerufen. Und das ganze bei einer schönen Tasse Kaffee auf der eigenen Terrasse mit Blick über den Schwarzwald.
  • Mehr Service für die Kunden
    Seitens der Kunden hatten wir vom ersten Tag an keine Probleme mit den neuen Beratungszeiten. Die Möglichkeit, kleinere Tattoos, Wanna-Dos, Folgetermine etc. bequem von zu Hause buchen zu können, ohne extra vorbei kommen zu müssen, fanden (fast) alle super. Bevorzugt ein Kunde eine persönliche Beratung, erhält er selbstverständlich einen Beratungstermin – kein Problem.
  • Angenehme Ruhe im Studio
    Es ist ein enormer Unterschied, wenn im Studio während der Arbeit plötzlich kein Telefon mehr klingelt. Ruhe! Es steht auch nicht mehr alle 10 Minuten jemand an der Theke steht. Gleichzeitig weiß man, dass alle Anfragen im Hintergrund professionell beantwortet werden. Die Arbeits-Atomsphäre ist nun eine ganz andere, und das wissen sowohl die Artists, als auch die Kunden zu schätzen.
  • Bessere Arbeitsbedingungen für den Shop-Manager
    Das Feedback unserer Shop-Managerin zu diesem Ansatz ist ebenfalls überaus positiv. Sie kann die vielen Kundenanfragen nun wesentlich konzentrierter abarbeiten, eine nach der anderen. Zuvor im Studio prasselten oft mehrere Anfragen gleichzeitig auf sie ein (Kunde vor Ort, Telefon, Rückfrage Tätowierer, andere warten schon…). Zudem ist sie in ihren Arbeitszeiten wesentlich flexibler und kann Familie, Haushalt und Arbeit besser miteinander vereinen. Wichtig ist, dass man Auszeiten einhält, in denen man nicht ans Telefon geht (Ruhemodus programmieren!) und keine Anfragen beantwortet. Denn sonst erwarten die Kunden, dass man grundsätzlich auch um 23:35 noch erreichbar ist.

 

Interessante Möglichkeiten für große und kleine Studios

Dieser Ansatz bietet interessante Ansätze sowohl für kleine, als auch große Studios. Einzelkünstler können sich auf diese Weise durch Ihre Lebensgefährten bequem von zu Hause unterstützen lassen, große Studios können so auf erfahrene Mitarbeiter(innen) zurückgreifen, die ansonsten aufgrund von Familie und Haushalt nicht zur Verfügung stünden.

Voraussetzung beachten

Damit das ganze funktioniert, gibt es ein paar Voraussetzungen zu beachten:

  • Shop-Manager ist gut eingearbeitet
    Euer Shop-Manager kann euch und den Kunden nur dann wirklich helfen, er/sie entsprechend eingearbeitet ist und die Besonderheiten der jeweiligen Artists kennt. So eine Einarbeitung kann nur vor Ort im Studio erfolgen und, ganz wichtig, man sollte sich dafür entsprechend Zeit nehmen!
  • Alle arbeiten mit einem System
    So etwas funktioniert nicht mehr mit Papier-Kalendern. Auch einfache elektronische Kalender werden schnell an ihre Grenzen stoßen (Bilde zu den Terminen, Terminkautionen managen, Online-Buchungen, …). Ein reibungsloser Ablauf funktioniert nur, unter der Voraussetzung: „Kunden, Projekte, Bilder, Termine: Alles an einem Ort“. Kisscal eben 😉.

 

Be the Change!

Die Branche ändert sich, das spüren mittlerweile alle. Zugegeben, man muss nicht jede Veränderung mitmachen, aber diese Veränderung kann ich allen nur ans Herz legen.

Euer
Der Shop-Manager im Homeoffice - kisscal.tattoo

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