Mehr Zeit als Geld

Wir haben uns mit unserem Infoletter die letzten Wochen etwas rar gemacht, weil wir wissen, dass unsere Themen (Organisation, Steuer, Verträge) zurzeit nicht angebracht sind. Der Lock-Down wird entgegen der Hoffnung vieler wohl noch länger andauern – zumindest für unsere und ein paar andere Branchen. Also lautet das Motto weiter: durchhalten! Klar, man hätte jetzt Zeit, sich um all die organisatorischen Dinge zu kümmern, zu denen man sonst nicht kommt. Aber wir können nachempfinden, dass dies trotz der nun verfügbaren Zeit, einfach nicht die richtige Zeit dafür ist. Zumindest für die meisten.

Viele sind finanziell am Ende

Wir bekommen auch mit, dass viele von euch finanziell am Ende sind. Einige haben dem Tätowieren/Piercing bereits den Rücken gekehrt und arbeiten nun in einer anderen Branche. Das ist ein schwerer Schritt. Allen, die derzeit darüber nachdenken und unsicher sind, können wir nur Mut zusprechen: Das Ende ist in Sicht und danach werden sich die Menschen wieder tätowieren lassen. Eure Kunden warten auf euch!

Nehmt jede Unterstützung

Schaut nochmal in unseren letzten Infoletter (Hilfen 2021 und Tipps zur Rückzahlung Soforthilfe), nutzt jede staatliche Unterstützung aus, die es gibt und lasst euch helfen (Steuerberater). Nutzt auch die Grundsicherung für Selbständige. Und vor allem: seid kreativ! Es gibt immer die Möglichkeit, hier und da etwas dazu zu verdienen, um halbwegs über die Runden zu kommen.

Denn, wie gesagt, irgendwann geht es weiter und irgendwann kommt auch das Geld vom Staat. Auf ein halbes bis ein Jahr betrachtet ist es höchst wahrscheinlich teurer, das Studio aufzugeben, als durchzuhalten. Denn ihr gebt ein Studio auf samt Einrichtung und Kundenstamm. Und wer sein Gewerbe aufgibt, hat u.U, auch keinen Anspruch mehr auf die staatlichen Hilfen.

Härtefälle

Diejenigen, die bei der November- und Dezemberhilfe nur einen geringen Anspruch geltend machen können (z.B. 1.500,- € je oder weniger ohne ÜH2), haben ihren Beruf entweder nur im Nebenerwerb betrieben oder maßlos die Steuer beschissen. Denn von 2.000,- € Umsatz (* 75% = 1.500,- €) kann man kein Studio betreiben und davon leben…

Hart trifft es aber diejenigen, die erst 2020 ihr Studio eröffnet haben bzw. wollten. Wir hoffen, ihr findet einen Weg, durchzukommen!

Zeit ist viel wert

Wir sind seit einigen Jahren regelmäßig mit vielen Studios und Artists in Kontakt und bis 03/20 viel uns auf, dass die Leute in der Regel kaum noch Zeit hatten. Zeit für Wichtiges aber nicht Dringliches, Zeit für Privates, Sinnloses, Schönes. Darin liegt definitiv eine Chance in diesem Lockdown. Wem es gelingt, diese Zeit irgendwie zu überbrücken, der hat jetzt eine Auszeit, die er sich aus eigenen Mitteln niemals hätte leisten können. Lasst euch diese Zeit nicht durch eure Sorgen nehmen!

Klar, die Möglichkeiten sind eingeschränkt. Aber ihr seid ja kreativ!

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